Kommunen, Städte und Landkreise digital erlebbar machen

Attraktive Innenstädte, moderne Informationsangebote und lebendige öffentliche Räume sind wichtige Erfolgsfaktoren für die Zukunft von Städten, Gemeinden und Landkreisen. Besucherinnen und Besucher erwarten heute digitale Services, einfache Orientierung und informative Erlebnisse direkt vor Ort.

Gleichzeitig verfügen Kommunen über eine Vielzahl wertvoller Orte: historische Gebäude, Denkmäler, Parks, Kunstwerke, Museen, Lehrpfade oder besondere Plätze mit Geschichte. Viele dieser Möglichkeiten, Attraktionen und Angebote sind jedoch nur begrenzt sichtbar, auf verschiedene Medien verteilt oder nur über einzelne Webseiten erreichbar.

Warum sie SOL und z.B. nicht ihre eigene Website (oder Wikipedia) nutzen sollten, finden sie im Beitrag: „Warum SOL nutzen?

SOL – Smart Object Learning verbindet reale Objekte und Orte mit digitalen Inhalten und macht Wissen genau dort zugänglich, wo es erlebt wird. Über wetterfeste QR-Code-Schilder erhalten Bürgerinnen, Bürger und Gäste mit ihrem Smartphone direkten Zugang zu Texten, Bildern, Audio- und Videoinhalten – ohne App-Installation und ohne Registrierung.

So entstehen digitale Lern-, Informations- und Erlebnisorte, die Kultur, Geschichte, Natur, Bildung und Tourismus zeitgemäß vermitteln.

Vorteile für Städte und Gemeinden

• Höhere Sichtbarkeit von Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen
• Steigerung der touristischen Attraktivität
• Längere Aufenthaltsdauer von Besucherinnen und Besuchern
• Moderne digitale Informationsangebote ohne App
• Digitale Ergänzung bestehender Informationstafeln
• Nachhaltige Nutzung bereits erstellter Inhalte
• Dauerhaft gültige QR-Codes
• Geringerer Pflege- und Verwaltungsaufwand
• Neue Bildungs- und Beteiligungsmöglichkeiten
• Unterstützung kommunaler Smart-City-Strategien
• Aufwertung auch weniger bekannter Orte
• Langfristig verfügbare und erweiterbare Inhalte

SOL macht Wissen dort sichtbar, wo es entsteht und erlebt wird. So werden öffentliche Räume attraktiver, informativer und zukunftsfähiger – für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Gäste.

Wenn SOL für ihre Kommune, Stadt oder Landkreis interessant ist, nehmen sie einfach Kontakt mit uns auf. Wir klären ihre Fragen und helfen beim Start, z.B. bei einem ersten Pilotprojekt.

Tiere erleben, Wissen vertiefen – Digitale Besucherinformation mit SOL

Ein Tierparkbesuch ist mehr als die Beobachtung von Tieren. Besucherinnen und Besucher möchten verstehen, wie Tiere leben, welche Besonderheiten sie auszeichnen, welchen Gefährdungen sie ausgesetzt sind und welchen Beitrag moderne zoologische Einrichtungen zum Natur- und Artenschutz leisten.

Tierparks stehen daher vor der Aufgabe, Wissen verständlich, attraktiv und zeitgemäß zu vermitteln. Gleichzeitig stoßen klassische Informationstafeln oft an ihre Grenzen: Der Platz ist begrenzt, Inhalte ändern sich regelmäßig und viele spannende Hintergrundinformationen bleiben für Besucher unsichtbar.

SOL – Smart Object Learning erweitert die Möglichkeiten der Besucherinformation um eine digitale Ebene – direkt dort, wo Interesse entsteht, auf einfache, offenen und pragmatische Weise.

Koala (Phascolarctos cinereus) walking along a branch in Zoo Duisburg, Germany.

Über kleine, wetterfeste QR-Code-Schilder an Gehegen, Anlagen oder Themenstationen erhalten Besucherinnen und Besucher mit ihrem Smartphone unmittelbaren Zugang zu weiterführenden Informationen. Eine App-Installation ist nicht erforderlich. Die Inhalte können jederzeit aktualisiert, erweitert und an die jeweiligen Bedürfnisse des Tierparks angepasst werden. Auch bestehende Informationsschilder können mit den SOL QR-Codes ergänzt werden.

So entsteht ein modernes Informationsangebot, das bestehende Beschilderungen sinnvoll ergänzt und den Besuchern einen tieferen Einblick in die Welt der Tiere und deren Lebensräume ermöglicht.

Warum SOL für diesen „QR-Code Ansatz“ ein richtiger Ansatz ist (z.B. gegenüber der eigenen Website, oder der Wikipedia) ist hier zu beschrieben: „Warum SOL nutzen ?“  

Wissen dort vermitteln, wo Fragen entstehen

SOL verbindet reale Objekte und Orte mit digitalen Inhalten. Die Informationen werden genau dort bereitgestellt, wo sie relevant sind – direkt am Gehege, an einer Voliere, einem Aquarium, einer Themenstation oder auf einer Fläche.

Dadurch können Besucherinnen und Besucher selbst entscheiden, wie intensiv sie sich mit einem Thema beschäftigen möchten. Während klassische Schilder einen schnellen Überblick bieten, ermöglicht SOL den Zugang zu weiterführendem Wissen, multimedialen Inhalten und aktuellen Informationen.

Chlorocebus sabaeus 02

Mögliche Inhalte sind unter anderem:

  • Tierprofile mit Verhalten, Alter und besonderen Merkmalen
  • Informationen zu Herkunft, Lebensräumen und biologischen Zusammenhängen
  • Wissenswertes über bedrohte Arten und internationale Artenschutzprogramme
  • Hintergründe zu Zuchtprojekten und Erhaltungsmaßnahmen
  • Einblicke in Pflege, Fütterung und die tägliche Arbeit der Tierpflegerinnen und Tierpfleger
  • Informationen zu Bildungsangeboten und Projekten des Tierparks
  • Bildergalerien, Audioaufnahmen und Videos
  • Aktuelle Hinweise zu Nachwuchs, besonderen Ereignissen oder Veranstaltungen

Mehrwert für Besucher und Tierpark

Durch die digitale Erweiterung bestehender Informationsangebote entsteht ein zusätzlicher Nutzen für Besucherinnen und Besucher sowie für die Einrichtung selbst.

Vorteile von SOL:

  • Mehr Wissen direkt am Gehege
  • Stärkung von Bildungs- und Artenschutzthemen
  • Intensiveres Besuchererlebnis und längere Verweildauer
  • Flexible und jederzeit aktualisierbare Inhalte
  • Einbindung von Bildern, Audio und Video
  • Nachhaltige Ergänzung bestehender Besucherinformationen
  • Einfache Nutzung ohne App-Installation
  • Offen, langfristig nutzbar und erweiterbar
  • gemeinsame Nutzbarkeit mit anderen Tierparks

Mit SOL entsteht eine Brücke zwischen dem unmittelbaren Erlebnis eines Tierparkbesuchs und vertiefendem Wissen über Tiere, Lebensräume und Artenschutz. Besucher erhalten Informationen genau dort, wo ihre Neugier geweckt wird – direkt am Tier.

So unterstützt SOL Tierparks dabei, ihre Bildungsarbeit sichtbar zu machen, Besucher intensiver einzubinden und moderne digitale Informationsangebote auf einfache Weise in den Besuchsalltag zu integrieren.

Wenn SOL für ihren Tierpark interessant ist, nehmen sie einfach Kontakt mit uns auf. Wir klären ihre Fragen und helfen beim Start.

Warum SOL nutzen?

Smartes Objektbasiertes Lernen (SOL) in der Praxis

… verbindet reale Orte und Objekte mit digitalen Inhalten und macht Wissen genau dort zugänglich, wo die Realität erlebt wird.
Über QR-Code-Schildchen erhalten alle Interessierten mit ihrem Smartphone direkten Zugang zu Texten, Bildern, Audio- und Videoinhalten – ohne App-Installation und ohne Registrierung.

So entstehen digitale Lern-, Informations- und Erlebnisorte, die Kultur, Geschichte, Natur, Bildung, Tourismusthemen uva. zeitgemäß vermitteln. Realität und digitales Wissen werden so zu einer Einheit.

Die QR-Codes bleiben dauerhaft gültig. Werden Inhalte ergänzt oder überarbeitet, müssen weder Schilder ausgetauscht noch neue QR-Codes erstellt werden. Das reduziert Verwaltungsaufwand und spart langfristig Zeit und Kosten.

Warum keine eigene Website nutzen?

Viele Projekte bauen eigene Webseiten auf oder nutzen eigene vorhandene individuelle Websites.  Das hat einige bedeutende Nachteile für die Nachhaltigkeit:

  • Erstellung und Betrieb: Viele Websites, besonders geförderte „Projektwebsites“, werden nach einigen Jahren nicht mehr gepflegt werden oder ganz eingestellt.  Das wertvolle Wissen geht verloren oder verliert an Sichtbarkeit und Aktualität.
    SOL setzt auf eine gemeinsame und langfristig verfügbare Plattform. Dadurch bleiben Inhalte dauerhaft erreichbar und können jederzeit aktualisiert, erweitert und weiterentwickelt werden, auch wenn z.B. ein Förderprojekt „gestorben“ ist, oder die Finanzierung z.B. durch eine Kommune gestrichen wird.
  • Wettbewerbs-Konstellationen„: Informationen auf einer individuellen Website, z.B. einer Kommune (auch Museum, Tierparks usw.) werden von einer andern Kommune nicht ohne weiteres 1:1 mitgenutzt. Ein Infoschild zum „Apfelbaum“ in Hamburg wird wahrscheinlich nicht auf die Website der Stadt Chemnitz verweisen können. Eine neutrale Plattform (ähnlich der Wikipedia) ist dagegen gemeinsam nutzbar, für eine gemeinsame Nutzung des Info-Schilchens zum „Apfelbaum“ durch München und Chemnitz.
  • Wiederverwendung und Nachnutzung: Tolle freie Informationen zu einzelnen Themen werden auf einer von vielen individuellen Websites viel schlechter zur Wiederverwendung und gemeinsamen Nutzung gefunden, als auf einer zentralen Plattform (z.B. „wikipedia.org“ oder „open-academy.com“)
  • Sicherheit: QR-Codes sind anfällig für „Hacker-Angriffe“ und benötigen besonders Vertrauen seitens der Nutzer. Dazu müssen die Nutzer die Website möglichst genau kennen und dieser vertrauen. Links zu „wikipedia.org“ oder „open-academy.com“ sind deshalb als zentrale Plattformen vertrauenswürdiger, als unbekanntere Domain, die z.B. nur lokal bekannt sind (z.B. „chemnitz.de“)
  • Kosten/Aufwand: Die gemeinsame Nutzung und Pflege von Informationen verusacht viel geringere Aufwände, als immer eigene individuelle Informationsschilder zu erstellen und zu pflegen (Beispiel: „Apfelbaum“ oder „Honig„).

SOL-Portal Vorteile

Durch die zentrale Plattform profitieren alle Beteiligten von einer höheren Reichweite. So entsteht ein wachsendes Netzwerk digitaler Lern- und Erlebnisorte mit deutlich größerer Sichtbarkeit als viele voneinander getrennte Projektwebsites.

SOL basiert auf dem Prinzip des offenen Wissens. Alle Inhalte werden als Open Educational Resources (OER) unter der freien Lizenz CC BY 4.0  (oder CC0/PD) veröffentlicht. Bereits erstellte Inhalte können dadurch vielfach genutzt, in neue Projekte eingebunden und von Kommunen, Bildungseinrichtungen, Museen, Vereinen oder engagierten Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam weiterentwickelt werden.

Einmal erstelltes Wissen bleibt erhalten, nutzbar und ausbaufähig. Statt immer neue Einzelprojekte und Webseiten aufzubauen, entsteht eine vertrauenswürdige, nachhaltige digitale Wissensinfrastruktur. In der Praxis kennen wir das bereits in ähnlicher Form durch die Wikipedia.

QR-Codes, die auf „open-academy.com“ verweisen, kann vertraut werden. Ein Blick auf den Link nach dem scannen des QR-Codes reicht für diese Absicherung.

Warum SOL und nicht Wikipedia?

Ja, SOL und Wikipedia haben sehr viel Ähnlichkeit, aber einige sehr wesentliche Unterschiede:

  • Wikipedia enthält Wissen zu „Begriffen“ (Lexikon). SOL enthält Wissen zu „Objekten“. Klingt theoretisch, ist aber relevant: Die Wikipedia kann nur einmal „Honig“ enthalten. SOL kann „Honig“ aus mehreren Perspektiven, unterschiedlich vom „Objekt“ abbilden. „Honig“ für den Endverbraucher (z.B. auf einem Honigglas) enhält optimalerweise andere Informationen, als für Imker (z.B. zur Honiggewinnung und deren rechtliche Grundlagen) oder für Wissenschaftler (z.B. Forschung und chemische Details).
  • In der Wikipedia kann immer die gesamte Community ein Wissenthema bearbeiten und ändern. Es ist nicht möglich, dass z.B. eine Kommune oder ein Museum die „Hoheit“ über die Information zu einem „Objekt“ (z.B. in ihrem Museum) behält. In „SOL“ behält standardmäßig erst einmal die ursprüngliche „Erstellerin“ (z.B. das Museum) die Hoheit über den Inhalt zu einem „Objekt“. Optional kann durch diese die gemeinsame, gleichberechtigte Pflege und Weiterentwicklung des Wissens zu diesem „Objekt“ an die Community „freigegeben“ werden. Kommunen, Museen, Tierparks u.a. können dadurch sicher sein, welches Wissen gerade zu ihren „Objekten“ angezeigt wird.
  • Die Wikipedia gestattet sehr viele unterschiedliche „freie“ Lizenzen, die teilweise deutliche Beschränkungen in der Wiederverwendung und Mitnutzung enthalten. Bei der Wiederverwendung und Mitnutzung muss man deshalb viel mehr beachten und es gibt viel mehr „Fallstricke“ als bei SOL. SOL konzentriert sich ausschließlich auf die Lizenzen „CC-BY“ (Nennung der Autoren) und „CC0/PD“ (Public Domain, komplett frei). Somit können die SOL Inhalte wirklich „frei“ genutzt und kombiniert werden, auch mit kommerziellem Bezug oder im Unternehmenskontext kombiniert mit vertraulichem Wissen einer Organisation.
  • SOL Wissen muss nicht „Konsens“ sein. SOL Wissen ist primär an konkrete „Objekte“ gekoppelt. Ein „Koran“ in einer Moschee muss nicht mit der gleichen „Koran“-Information verbunden sein, wie ein „Koran“ im Ethikunterricht, da es in SOL mehrere unterschiedliche Infoschilder zum gleichen Thema geben kann. Es muss also keine „global verbindliche“ Information zum „Koran“ abgestimmt werden. Hier gestattet SOL mehr „Wissensvielfalt“, mehr Diskurs und mehr Meinungsfreiheit, als das in der Wikipedia konzeptbedingt möglich ist.

DANKE: Meine Stimme für „SOL – Stadtnatur Chemnitz“

Warum „SOL – Stadtnatur Chemnitz“ einen Zukunftspreis verdient

Chemnitz wird grüner, digitaler und lebendiger – das zeigt das Projekt „SOL – Stadtnatur Chemnitz“ des aracube e.V.. Bei der Wahl zum Zukunftspreis der Sparkasse Chemnitz haben wir euch deshalb um eure Stimme für dieses innovative Vorhaben gebeten.

Link zum Ergebnis der Publikumsabstimmung: https://s-zukunftspreis.de/projekte/?category=verein

Wir DANKEN Euch für dieses tolle Ergebnis:

"SOL - Stadtnatur Chemnitz" auf Platz 12
„SOL – Stadtnatur Chemnitz“ auf Platz 12 (Quelle: Endergebnis auf Website des Zukunftspreises der Sparkasse Chemnitz 2.4.2026 , Link zur Website)

Wir hatten uns zu diesem Thema (digitale freie Bildung – OER) und ohne „Social Media“-Community beim Publikumspreis Platz 15-17 erhofft. Das es nun Platz 12 geworden ist, ist TOLL. Mal sehen, was beim Jury-Preis rauskommt. Auf jeden Fall hilft uns das Ergebnis in der Kommunikation für die nächsten Entwicklungsschritte.

„SOL“ steht für „Smart Object Learning“ und verbindet effizient unser Erleben der Natur mit digitalem Wissen. Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll: Über kleine Schilder mit QR-Code, die an Bäumen, Blumenbeeten oder Insektenhotels angebracht werden, gelangt man mit dem Smartphone direkt zu sogenannten „Lernpfaden“. Dort erwarten einen frei zugängliche, hochwertige Informationen – von der Frühblüherwiese bis zur Wildbiene. Dieses Konzept schafft eine echte Brücke zwischen analoger Stadtnatur und digitaler Bildung.

Besonders überzeugt die Nachhaltigkeit dieses Projektes. Es nutzt Open Educational Resources (OER) – also freie Bildungsinhalte, die von allen genutzt, weitergegeben und kontinuierlich verbessert werden können. Einmal erstellt, können die Lernpfade vielfach verwendet werden, etwa von Kleingartenvereinen, Schulen oder Kommunen. Genau das zeigt der aracube e.V. bereits in der Praxis: In Chemnitz gibt es bereits Lernpfade zu Themen wie Mauerbienen, Apfelbäumen oder Walnussbäumen. Sogar das neue Computermuseum und ein Tierpark werden SOL nutzen.

Was mir besonders gut gefällt, ist der Ansatz der Vernetzung mit bestehenden Projekten und Initiativen, wie Naturgärten, Tierparks, Museen, „grünen Klassenzimmern“ und anderen . So entsteht aus vielen einzelnen grünen Orten ein zusammenhängendes, digital gestütztes Bildungserlebnis in der ganzen Stadt. Es fördert nicht nur das Verständnis für unsere Umwelt, sondern lädt auch zum Entdecken und Verweilen ein – ob an einer Sitzgruppe mit kleiner Gartenbibliothek oder an einem ungewöhnlichen Zinkblech-Hochbeet.

Dieses Projekt ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Engagement, Digitalisierung und Umweltbildung Hand in Hand gehen können. Es macht Chemnitz ein Stück lebenswerter und zukunftsorientierter.

Deshalb meine klare Empfehlung: Unterstützen Sie „SOL – Stadtnatur Chemnitz“ mit Ihrer Stimme beim Zukunftspreis!

Link zur Abstimmung: https://s-zukunftspreis.de/projekte/69bc79090d177eac223b501e

Autor: Dirk Liesch

Honiglehrgang (für Imker)

Lernpfad zur Honiggewinnung, Verarbeitung und Verkauf

Autor(en): Dirk Liesch

Hinweis: aktuell noch in Bearbeitung !

Einführung

Dieser Lernpfad wird für den „Honiglehrgang“ des Landesverbandes Sächsischer Imker (LVSI) gepflegt und bereitet auch auf die Prüfung für den „Fachkundenachweis Honig“ des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) vor. Der ist notwendig, um Honig im D.I.B.-Glas abfüllen zu dürfen. Er ist aber auch für alle Neu-Imkerinnen (und Bestands-Imker) interessant, da auf dem Weg von der Honigwabe bis zum gesetzeskonformen Verkauf (oder Weitergabe) von Honig einiges Wissen erforderlich ist (auch wenn man nicht im D.I.B.-Glas abfüllt). Alternativ kann das gesamte prüfungsrelevante Wissen auch über den online-Kurs der „Honigmacher“ gelernt werden: Fachkundenachweis Honig des deutschen Imkerbundes e.V.

Es gibt Wissenswertes zum Honig selbst, aber auch zur Ernte, zur Verarbeitung, zur Lagerung, Vermarktung und zu den gesetzlichen Vorschriften. Es werden unterschiedliche Methoden und Herangehensweisen vorgestellt, oft durch Einbindung ausgewählter externer Videos (u.a. Informationsquellen), die den Bezug zur praktischen Umsetzung herstellen. Da das teilweise weit über die reinen „Prüfungsinhalte“ des „Fachkundenachweis Honig“ hinausgeht, wird hier am Ende eine Zusammenfassung angefügt, welche Informationen „prüfungsrelevant“ sind.

Honig relevante Themen (Linksammlung)

In dem Bereich sind die Links zu wichtigen Dokument-, Formular- und Informationssammlungen rund um das Thema Honig zusammengestellt.

Wie der Honig entsteht

Honig (Link zu Wikipedia) ist das wichtigste und bekannteste Bienenprodukt. Er ist eng mit der Honigbiene verbunden und der Grund der jahrtausende alten Beziehung zwischen Mensch und Honigbiene. In diesem Abschnitt seht und lest ihr, woher Honig kommt, wie er aus Nektar oder Honigtau entsteht und wie er reift.

Honig, Inhaltsstoffe und Honigsorten

Was ist Honig und was kann man damit machen? Honig“ (https://sol.open-academy.com/honig/) ist eine online Information, für die Genießer eures Honigs (Kunden, Familie, Bekannte), die ihr direkt weitergeben könnt (z.B. über den Sticker ganz am Ende nach den Honig-Rezepten).

Für euch als Imkerinnen geht das Wissen hier mehr ins Detail.
Eine gute Übersicht zu den Honig-Inhaltsstoffen gibt es in der Wikipedia. Ebenso findet man dort eine kompakte Vorstellung zu den Honig-Verarbeitungssorten (z.B. Scheibenhonig) und eine sehr ausführliche der Honig-Arten.

Im Kurs der Honigmacher sind diese Themen in folgenden Abschnitten enthalten:

Honigernte

Anhand von Videos werden unterschiedliche relevante Möglichkeiten der Honigentnahme gezeigt, die so in der Praxis „nachgemacht“ werden können. Die Varianten mit und ohne Bienenflucht werden gegenübergestellt.
Im textlich fachlichen Teil dieses Abschnitts wird auf entsprechende Abschnitte in den Bereich „Ernte und Lagerung des Honigs“ (die-honigmacher.de) verlinkt.

Entdeckeln, Schleudern, Sieben, Rühren

Nach der Ernte des Honigs steht die Verarbeitung an. Dazu sind in den meisten Fällen (Standard) folgene Arbeitschritte erforderlich:

  • Honig aus den Waben bekommen
    • Entdeckeln
    • Schleudern
  • Honig sieben (Restbestandteile wie Wachsstücke entfernen)
  • Honig rühren und Abschäumen (cremigen Honig bei Kritallisation erreichen)

Dieser Standardablauf wird hier Schritt für Schritt in den jeweils gängigsten Varianten gezeigt und beschrieben.

Abfüllen, Etikettieren und Lagerung

Ausführlich wird im Abschnitt „Abfüllen und Etikettieren“ (die-honigmacher.de) beschrieben, was beim Abfüllen und Etikettieren zu beachten ist, wobei hier ein Fokus auf der Abfüllung und Etikettierung im D.I.B. Glas liegt. Das Thema der Lagerung ist dort im Abschnitt „Honigpflege und Lagerung“ allgemeingültig und ausführlich erklärt.

Honigqualität

In dem Abschnitt sind neben den Videos zu unterschiedlichen Betrachtungen zur Honigqualität auch die wichtigsten Kriterien zur Abfüllung im D.I.B. -Glas im Vergleich zur Honigverordnung beschrieben. Ausführlich und fachlich korrekt sind im Abschnitt „Honigqualität“ (die-honigmacher.de) die Aspekte rund um die Honigqualität in folgenden Abschnitten vorwiegende textlich beschrieben:

Es lohnt sich, sich in einer ruhigeren Phase des Bienenjahres einmal die Zeit zu nehmen, diesen gesamten Bereich zu lesen. Es lässt sich viel über Honig und darüber hinaus auch zur Lebensmittelsicherheit lernen.

Hygiene & Honig

In den jeweiligen Arbeitsschritten wurde, z.B. in den Videos, bereits auf die jeweiligen Hygieneregeln hingewiesen. Hier sind sie noch einmal systematisch zusammengefasst.

Gesetzliche Vorschriften

Die Rechtsvorschriften, die Honig, seine Verarbeitung und den Verkauf betreffen sind in Deutschland sehr umfangreich.  Dieser Bereich bietet zum einen einen Überblick, welche Rechtsvorschriften insgesamt in Betracht kommen, aber viel wichtiger: Welche Ausschnitte daraus interessant sind und wie sie in der Praxis umgesetzt werden können. Es geht also darum, es auf ein übersichtliches und praktikables Maß zu komprimieren, und vor allem auch verständlich zu machen. Unter „Gesetze und Rechtsvorschriften“ hat das LWG (Bayern) die Rechtsvorschriften die die Imkerei betreffen zusammengefasst. Zum Thema „Honig“ sind daraus die Abschnitte „Lebensmittelrecht“, „Gewinnung von Honig“, Abfüllung von Honig“, „Etikettierung von Honig“ und „Vermarktung von Honig“ relevant.

„Echter Deutscher Honig“ und D.I.B.-Glas

Die erste Frage ist sicherlich: „Warum sollte ich im D.I.B.-Glas abfüllen? Was sind die Vorteile?

In einem Satz:
Honig im D.I.B.-Glas ist kein „normaler Honig“, sondern ein geprüftes Qualitätsversprechen.

Der Abschnitt behandelt im Detail die Voraussetzungen und Anforderungen für die D.I.B.-Glas Nutzung, aber auch die Gründe, warum es sinnvoll ist. Außerdem wird auf alle relevanten Informationen und Dokumente des D.I.B hierzu verwiesen.

Weitere Warenzeichen und Siegel

Neben dem D.I.B.-Glas gibt es noch andere Warenzeichen und Siegel für Honig, z.B. „Bio-Siegel“, „Fair Trade“, Demeter“ & Co.
Hier werden einige genannt und auf die jeweiligen Informationen dazu verwiesen.

Fachkundenachweis Honig – Prüfungsvorbereitung

Was ist das essentielle Wissen, welches ihr für die Prüfung/Test für den „Fachkundenachweis Honig“ braucht:

  • Gesetzliche Vorschriften: Selbstverständlich müsst ihr die gesetzlichen Vorschriften kennen, die für Honig von der Entstehung bis zur „In Verkehr Bringung“ gelten. Das sind nicht nur die Auszeichnungspflichten auf dem Etikett und die Grenzwerte nach der Honigverordnung oder für Abfüllung ins D.I.B. Glas.
  • Hygiene Vorschriften: auch die Anforderungen an die Hygiene, von der Ernte des Honigs, über die Verarbeitung bis zum Verkauf solltet ihr wissen. Dazu gehören auch die jeweiligen Räumlichkeiten, Schutzkleidung, persönliche Hygiene u.ä.
  • Bestandteile, Zusammensetzung, Inhaltsstoffe und Eigenschaften des Honigs: Dazu gehört nicht nur, dass man Nektar oder Honitau und die unterschiedlichen Zucker-Arten erklären kann, sondern auch, was z.B. HMF oder Invertase ist und was uns diese Qualitätskriterien über den Honig aussagen.
  • Die Grenzwerte für Honig: nach der Honigverordnung und für die Abfüllung im D.I.B.-Glas müsst ihr kennen.
  • Prozess vom Honig bis in Glas: Ihr müsst den Gesamt-Prozess kennen und die Zusammenhänge verstanden haben, von der Sammlung des Nektars/Honigtaus durch die Bienen, über die Reifung des Honigs, die Ernte, die Schleuderung und Verarbeitung (Sieben/Rühren), die Kristallation, Abfüllung, Etikettierung und Lagerung.
  • Grenzwerte bestimmen und messen: Wie können relevante Grenzwerte bestimmt, bzw. abgeschätzt werden, z.B. Wassergehalt, Sortenzugehörigkeit, Abfüllmenge etc.
  • D.I.B.-Glas Vorschriften und Richtlinien: Alles was einzuhalten ist, um ins D.I.B.-Glas abfüllen zu dürfen.
Honiglehrgang, Info-Schild zum Download
6x6cm:
honiglehrgang_6x6.pdf
8x8cm:
honiglehrgang_8x8.pdf

Lernpfad anlegen (Howto)

Den ersten eigenen Lernpfad anlegen

(ausführlich, „Classic Editor“-Wordpress)

Voraussetzung: Du hast mindestens einen „Autorinnen“-Login für die Lernpfad-Erstellung in SOL.
Hier ist das Video „Howto“ zum Anlegen eines Lernpfades in SOL. Es ist eine ausführliche Version, die auch Themen wie das Herausfinden der richtigen Kategorie, die Einbindung externer Videos z.B. aus Youtube oder von Bildern direkt aus der Wikimedia Commons enthält. Ausführlich wird auch auf die Erstellung des „Infoschilds“ mit dem QR-Code eingegangen, was dadurch einfach nachnutzbar wird. Bevor du deinen ersten eigenen Lernpfad in SOL erstellst, macht es Sinn, sich das mal anzusehen, weil einige wichtige Überlegungen darin angesprochen werden. (Dauer: 33:10 min):

Index zum Video:

  • 00:18 min: Login
  • 00:28 min: WordPress Einstieg
  • 00:50 min: passenden Themenbereich für den Lernpfad finden
  • 02:27 min: Wie soll der Lernpfad aufgebaut werden? (zwei grundlegende Möglichkeiten)
  • 04:31 min: Welche Medien möchte ich im Lernpfad nutzen (Videos, Bilder, Podcasts, Karten etc.)?
  • 06:17 min: Einen neuen Beitrag (Lernpfad) anlegen
  • 06:53 min: Prägnanter Titel und „permanent Link“
  • 07:44 min: passende Kategorie, Schlagwörter und Beitragsbild zuordnen
  • 09:42 min: Informationen UNFORMATIERT einfügen und dann im WordPress formatieren
  • 10:26 min: Autor – Angabe ist wichtig! Warum?
  • 11:14 min: Beispiel zur externen Verlinkung (Beispiel zur Wikipedia)
  • 12:00 min: Begründung zum Einsatz des „classic“ Editors, statt des Gutenberg-Editor.
  • 12:33 min: Medieneinbindung über „classic Editor“ (in Quellcode-Ansicht, Bild aus Wikimedia Commons)
  • 15:05 min: Einfügen eines Videos aus Youtube
  • 16:33 min: Speichern oder „privat“ veröffentlichen – zur Zwischenspeicherung
  • 17:32 min: „Infoschild“ am Ende jedes Lernpfades zu Ausdruck und Wiederverwendung
  • 18:26 min: Neues „Infoschild“ für eigenen Lernpfad anlegen
  • 32:58 min: Infoschild des Lernpfades downloaden, ausdrucken und nachnutzen

Checkliste: „SOL – Lernpfad erstellen“

  1. Login: https://sol.open-academy.com/admin (mindestens „Autoren“-Login)
  2. Kategorie herausfinden (mindestens eine passende) und für Lernpfad merken, z.B. über Wikipedia: https://de.wikipedia.org oder über suche des Themas in Wikipedia (z.B. „Trampen„): https://de.wikipedia.org/wiki/Trampen (ganz unten an Beitrag, z.B. Kategorie „Reisen“)
  3. Inhaltsplan für Lernpfad (grobe Idee): z.B. „Inhalt in Lernpfad“ oder „Lernpfad als erweitertes Inhaltsverzeichnis“ (siehe Video „SOL Lernpfad erstellen)
  4.  Lernpfad anlegen: unter „Neu – Beitrag“  oder „Beiträge – Beitrag hinzufügen“ (WordPress)
  5. Titel eingeben: möglichst kurz und prägnant
  6. Permalink überprüfen und ggf. bearbeiten (kürzen, prägnanter), da der später mit aufs „Infoschild“ gedruckt wird und sich möglichst „NIE“ wieder verändern sollte.
  7. Kategorie festlegen: zumindest eine Haupt-Kategorie festlegen, die später die Farbe des Infoschilds bestimmt.
  8. Autor eintragen: Der konkrete Autorinnen-Name, der später bei „CC-BY“-Angaben für den Beitrag genutzt werden soll. Das Login (z.B. Autoren-Logins eines Museums) können mehrere konkrete Personen (Autorinnen) nutzen. Deshalb ist die Angabe wichtig)
  9. „Entwurf speichern“: Damit die zwischenzeitliche Arbeit nicht verloren geht.
  10. Beitragsbild festlegen: das Bild was ganz oben über dem Beitrag angezeigt wird (siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=H3aoEtEWROM&t=502)
  11. Inhalt des Lernpfades einpflegen: jetzt kann der eigentliche Inhalt des Lernpfades erstellt werden (je nach Konzept). Derzeit kommt hierzu der „Classic Editor“ von WordPress zum Einsatz (Begründung, siehe Video).
  12. „Veröffentlichen“ oder „Aktualisieren“ des Lernpfades („Beitrag“)
  13. Infoschild erstellen (das mit dem QR-Code): in der jeweiligen thematisch passenden Farbe, siehe Video ab: https://www.youtube.com/watch?v=H3aoEtEWROM&t=1052s
  14. Infoschild veröffentlichen – am Ende des Lernpfades (Beitrags), als PDF-Dokument zum einfachen Ausdruck in der jeweils richtigen Größe (8x8cm oder 6x6cm
  15. Fertig

 

SER2B – Einadressrechner (1964)

„Kleinrechner“ der DDR ganz groß

Autor: Andreas Richter/Uwe-Jens Müller (Quellen s. u.)

Zur Leipziger Herbstmesse 1961 wurde der „Cellatron SER2, ein neuer elektronischer Kleinrechner“ erstmalig vorgesellt, selbst ein Korrespondent der New York Times fand diese Vorstellung sensationell. (Quelle: Neue Technik im Büro, Heft 11/1961 Seite 321 ff.). Hergestellt wurden die Rechner bei Mercedes in Zella-Mehlis.

Typenschild
Typenschild des im MEIK ausgestellten SER2B

Der „VEB Maschinelles Rechnen Karl-Marx-Stadt“ hatte die SER2-Serie entwickelt. Man muss diese Entwicklung natürlich auch im Lichte der Entwicklung der Halbleitertechnik sehen. So genügten  die verwendeten Transistoren ( u. a. OC825/OC872 ) aus eigener Produktion nicht den Qualitätsansprüchen. Deshalb mussten anfangs japanische Typen verbaut werden.

Platinen des SER2B
Platinen des SER2B

Die ersten Rechner SER2A und SER2B aus dieser Serie  [erstmals vorgestellt zur Leipziger Frühjahrsmesse 1964] waren noch im Schreibtischformat aufgebaut. Die späteren Entwicklungen hatten bereits ein Bedienpult und erweiterte Hardware (Lochbandstanzer).
Auch die Befehlsliste wurde bei den Erweiterungen umfangreicher.

Schreibwerk und Bedienpult des SER2B
Schreibwerk und Bedienpult des SER2B

Von besonderem Interesse ist der hier beschriebene SER2B. Dieser Rechner hatte die doppelte Speicherkapazität und Taktfrequenz gegenüber dem SER2A. Trotz des noch recht bescheidenen Befehlsumfanges konnten umfangreiche wissenschaftliche Berechnungen durchgeführt werden.

Bis 1967 wurden 150 „Kleinrechenautomaten“ SER2B hergestellt und hatten ihre Leistungsfähigkeit bewiesen.

Für die arithmetischen Operationen wurden, dem Zeitgeist folgend, die aus der mechanischen Rechentechnik bekannten Abläufe elektronisch nachgebildet. Demzufolge entsprach auch die Struktur der Programmiersprache den Abläufen bei der Bedienung elektromechanischer Rechenautomaten. Alle Befehle waren hart verdrahtet. Eine Spur auf dem Trommelspeicher waren das R-Register und der Akkumulator.

Trommelspeicher im SER2B

Der Trommelspeicher lieferte außerdem den Maschinentakt und die Sondertakte.

Ein Schreibwerk diente als Ein- und Ausgabemedium.

Schreibwerk Cellatron SE5 /A
Schreibwerk Cellatron SE5 /A (Innenansicht)

Die Programme wurden über Lochstreifen eingegeben. Bei dem SER2B konnten auch Operanden über Lochstreifen eingegeben werden. Alpha-Zeichen konnten nicht verarbeitet werden.

Video der Simulation eines SER2B

Der SER2(A) war in der DDR der erste in Serie hergestellte Kleinrechner, der in Büros aufgestellt werden konnte. Insgesamt wurden von der SER2-Serie (A-D) 1048 Anlagen gebaut.

Der SER2B war vielseitig eingesetzt, von der einfachen Lohnrechnung bis zu umfangreichen wissenschaftlichen Aufgaben.

Wann die letzten Anlagen des Types SER2B abgeschaltet wurden, konnte noch nicht eindeutig recherchiert werden, vermutlich waren die letzten Anlagen bis Anfang der 1980-er Jahre in Betrieb.

Die SER2-Serie wurde beginnend ab 1967 durch den D4a als Arbeitsplatzrechner abgelöst. Dieser Rechner zeichnete sich durch einen leistungsfähigeren Logikentwurf mit weniger Bauelementebedarf, eine deutlich erweiterte Befehlsliste, einen leistungsfähigeren Trommelspeicher und eine deutlich höhere Rechengeschwindigkeit aus.

Der Rechner fand auf einem Schreibtisch Platz, bei Insidern die Geburtsstunde des PC. Allerdings war die Programmierung wesentlich komplizierter als die des SER2B und erforderte fundiertes Fachwissen, vielleicht vergleichbar mit 8-Bit Maschinencode-Programmierung.

Technische Daten des SER2B

Bauelementebasis:
etwa 2000 Dioden, 870 Ge-Transistoren, auf 78 Leiterplatten

Maschinentakt:
ca. 36kHz, über eine Spur auf dem Trommelspeicher erzeugt

Register: Akku AC und Umlaufregister R

Magnettrommelspeicher:
Zugriffszeit 10-45 ms
Konstanten: 127 Zahlen (8 Spuren)
Befehle: 381 Einzelbefehle (8 sPUREN)

Befehlsumfang:
8 Arithmetikbefehle (4 Grundrechenarten, mit und ohne Operandentransport)
2 Sprungbefehle (bedingter Sprung „Minussprung“, unbedingter Sprung)
3 E/A-Befehle (Schreibwerkausgabe, Tastatur- und Lochbandeingabe)
2 Transportbefehle (R-Register zum Trommelspeicher und umgekehrt)
3 Befehle zur Druckersteuerung

Befehlsliste des SER2

ser2b_1964

Eingabemedium:
Lochbandabtaster , Schreibwerk SE5 EA

Ausgabemedium:
Schreibwerk SE5 EA

Zahlendarstellung:
Zahlenbereich 10-7 bis 1010-1
10 Tetraden für die Mantisse
1 Tetrade Schutzstelle
1 Tetrade Kommawert und Vorzeichen

Rechengeschwindigkeiten:
Addition/Subtraktion 5 ms bis 100 ms
Multiplikation / Division 170 ms bis 370 ms

Quellen:
Zeitschriftenreihe „Neue Technik im Büro“ 11/1961 (ein neuer Elektronischer Kleinrechner) bis 06/1966 (Kleinrechner setzen sich durch)

Jacobs/Tumma „Von Mercedes zu Robotron“, Heinrich Jung-Vertragsgesellschaft
Zella Mehlis 2006 ab Seite 116

Unterlagen zum Symposium „Informatik in der DDR-eine Bilanz“, zu erreichen unter http://www.foerderverein-tsd.de/

Handbuch Kleinrechenautomat Cellatron SER2, Büromaschinenwerke Zella-Mehlis

Bedienungsanleitung Kleinrechenautomat SER2
Bedienungsanleitung Kleinrechenautomat SER2b

Intel Pentium II Prozessor (1997)

Mehr Leistung durch Architektur

Autor: Uwe-Jens Müller (mit KI-Unterstützung, ChatGPT)

Der Intel Pentium II wurde im Jahr 1997 vorgestellt und markierte einen wichtigen Entwicklungsschritt in der Geschichte der Mikroprozessoren. Er entstand in einer Zeit, in der Personal Computer zunehmend leistungsfähiger und für neue Anwendungsbereiche genutzt wurden.

Die Intel Bunny People waren die Werbefiguren für die Markteinführung des Pentium II Prozessors:

Intel Bunny 1997 (Reseller Version)

Mit dem Pentium II führte Intel erstmals die sogenannte P6-Architektur in den Massenmarkt ein. Diese Architektur erlaubte eine effizientere Verarbeitung von Befehlen durch Techniken wie Out-of-Order-Execution. Im Vergleich zu seinen Vorgängern konnte der Prozessor dadurch deutlich mehr Rechenleistung pro Takt erzielen.

Desktop-Modell Klamath (A80522)

Eine technische Besonderheit war das Slot-1-Modul, das den klassischen Sockel vorübergehend ersetzte. Der Prozessor wurde dabei zusammen mit dem L2-Cache auf einer Trägerplatine untergebracht. Dies erleichterte die Herstellung schneller Cache-Speicher in den späten 1990er-Jahren.

Pentium II 400 Slot 1 (CCO)

Der Pentium II unterstützte zudem die MMX-Technologie zur Beschleunigung von Multimedia-Anwendungen. Damit reagierte Intel auf den wachsenden Bedarf an Grafik-, Audio- und Videoberechnungen. Zur Zeit seiner Einführung eignete sich der Prozessor sowohl für Büroanwendungen als auch für Spiele.
Er trug maßgeblich dazu bei, Windows-basierte Systeme leistungsfähig und verbreitet zu machen.

Charakteristisches SECC-Gehäuse (Single Edge Contact Cartridge) – inklusive Sichtfenster auf den Prozessor-Die

Historisch steht der Pentium II an der Schwelle zwischen frühen PCs und modernen Prozessorarchitekturen. Viele seiner Konzepte wurden in späteren Prozessoren weiterentwickelt. Damit nimmt der Pentium II einen sehr wichtigen Platz in der technischen Entwicklung der Computertechnik ein.

Grundlegende Identifikation:
Bezeichnung: Intel Pentium II
Hersteller: Intel
Einführungsjahr: 1997
Prozessorgeneration: Nachfolger des Pentium (P5), basierend auf der P6-Architektur
Zielgruppe: Desktop-PCs und Workstations
Besonderheit: Einführung des Slot-1-Moduls statt klassischem Sockel

Technische Kenndaten:
Architektur: P6
Wortbreite: 32 Bit
Taktfrequenz: ca. 233–450 MHz
Anzahl Kerne: 1
L1-Cache: 16 KB Daten, 16 KB Instruktionen
L2-Cache: 512 KB, extern auf dem Modul, halbe CPU-Taktfrequenz
Befehlssatz: x86 + MMX
Fertigung: ca. 350 nm → später 250 nm
Slot: Slot 1
Leistungsaufnahme: ca. 30–40 W

Architektur und Funktionsweise:
Out-of-Order Execution (Befehle werden nicht strikt der Reihenfolge nach abgearbeitet)
Pipeline-Architektur zur Leistungssteigerung
Getrennter L2-Cache: Nicht im Chip integriert,
Befindet sich auf der Platine im Modul
MMX-Technologie zur Beschleunigung von Multimedia-Anwendungen

Leistungsfähigkeit und Einsatz:
Typische Einsatzgebiete (Ende der 1990er):
Windows 95 / 98 / NT
Office-Anwendungen
Erste 3D-Spiele
Bild- und Videobearbeitung (grundlegend)

Vergleich:
Deutlich schneller als Pentium I
Schneller als Basis-Vorgänger Pentium Pro
Langsamer als Pentium III (integrierter L2-Cache)

Stärken:
Gute Ganzzahl-Leistung
Moderne Architektur für seine Zeit

Schwächen:
Externer L2-Cache bremst Speicherzugriffe
Große Bauform

Historische und technologische Bedeutung:
Übergang zu modernen CPU-Architekturen
Einführung des Modulkonzepts im Consumer-Bereich
Grundlage für spätere Prozessoren wie Pentium III und Xeon
Markierte den Beginn leistungsfähiger Multimedia-PCs

Der Pentium II war ein Meilenstein auf dem Weg zu heutigen Mehrkern-CPUs.

Adventskalender

mit 24 SOL – Lernpfaden

Autor: Dirk Liesch

Diese Sammlung/Kollektion von Lernpfaden ist erstmalig als Adventskalender vom 1.12.-24.12.2025 der Initiative „lebenswertes Chemnitz“ erschienen, auch als Beispiel für welche unterschiedlichen Anwendungsfälle die SOL-Lernpfade geeignet sind.

24  digitale Informationstafeln (SOL-Lernpfade)

Mauerbienen-Nistblock

Lernpfad zum Nistblock der „Mauerbienen-Aktion
Es ist ein „Wildbienen-Projekt“, praxisnahes Wissen, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Dieser „Lernpfad“ wird bereits mehr als 1.000 Mal nach-genutzt.

Power Macintosh 7600/120

Dieser Power Mac wurde an ein Chemnitzer Museumsprojekt gespendet. Das ist das zukünftige „Infoschild“ zu diesem Ausstellungsobjekt … und vielleicht noch für andere Power Mac’s der 7000er Serie in D-A-CH.

Nachhaltigkeitsglas

Dieses Kunstprojekt des „Nachhaltigkeitsglases“ wurde ursprünglich für die „Denk Weiter! – Nachhaltigkeitskonferenz“ 2023 in Chemnitz entwickelt. Dieses Kunstwerk sucht derzeit einen öffentlich zugänglichen Standort, möglichts in Chemnitz.

Wiederverwendbare Damenbinden

Nachhaltige Lebensperspektive in der Heimat. Ein Entwicklungshilfeprojekt des „Lichtblick Kenia e.V.“ zu einem sehr wichtigen Thema mit einem nachhaltigen Ansatz vor Ort.

SGI Indy (1993)

Die Indy war ein Blick in eine Zukunft, in der Computer nicht nur rechnen, sondern sehen, gestalten und simulieren konnten. Die SGIs zu denen die Indy gehört, waren eine Meilenstein der Computergeschichte. Ein „Schild“ für jede noch existierende Indy in D-A-CH.

Frühblüher – Fläche

Frühblüher auf öffentichen Flächen, gepflanzt in Mitmach-Aktionen der Anwohner. Was es dazu zu wissen gibt, sowohl zu den Frühblühern als auch über ihren Nutzen für Bienen und andere Insekten.
Ein „Schild“ für viele Frühblüher-Flächen in D-A-CH

Apfelbaum und Apfel

Aus „WE PARAPOM!“ ist leider keine „Streufruchtparade“ geworden, aber die bereits bestellten und in ca. 600 Sorten veredelten Apfelbäume wurden letztendlich in Chemnitz gepflanzt. Hier ist ein Infoschild, das jeder der Bäume erhalten könnte … eigentlich jeder Apfelbaum in D-A-CH

Elon Musk

Elon Musk nannte es das wichtigste Science-Fiction Buch seines Lebens: „Foundation“ (Isaac Asimov). Sein Zitat dazu: „Die zentrale Lektion aus Foundation war, dass eine Zivilisation gerettet werden kann, wenn Menschen bereit sind, langfristig zu handeln.“

Walnussbaum und Walnuss

Der Walnussbaum gehört zu jenen Bäumen, die Menschen seit Jahrtausenden begleiten — mit seiner imposanten Gestalt, den reichhaltigen gesunden Früchten und seinem wertvollen Holz … und den zahlreichen leckeren Rezepten.

Hausbibliothek

Sammlung von Büchern, elektronische Medien und Spielen, die die Mieterinnen des Hauses darüber teilen. Ein Konzept auch zum Nachmachen in anderen Mehrfamilienhäusern, auch durch Vermieter initiierbar.

OER Fotoprojekt – Chemnitz

Chemnitz ist lebenswerter, vielfältiger und kreativer, als viele denken. Doch freie, rechtssichere und hochwertige Fotos, die diese Realität zeigen, sind bisher selten.Genau deshalb wurde dieses Projekt 2020 in Chemnitz gestartet.

Nimm Platz in Deiner Stadt

Eine Stadt, in der Menschen nicht einfach aneinander vorbeigehen – sondern miteinander in Kontakt kommen, weil hier ein liebevoll bemalter Stuhl, dort ein kleiner handgestalteter Tisch zum „Nimm Platz!“ einlädt.

Topinambur

„Helianthus tuberosus“ neu sehen: als Superfood, Gartenfreundin, Biodiversitätshelferin und als mögliche Antwort auf einige Themen unserer Zeit – von gesunder Ernährung bis zu resilienten Anbauformen.

Cancel Culture

„Autoritäre Systeme beginnen selten mit Verboten – sie beginnen mit sozialen Kosten für abweichendes Denken.“ ~Timothy Snyder

Deshalb musste sie beim NDR verschwinden. Leise. Institutionell. Moralisch sauber. ..Wer?

Künstliche Intelligenz

Die Menschheit steht an einer Schwelle, die größer ist als die Erfindung des Feuers, des Rades oder der Elektrizität.
Mit Künstlicher Intelligenz beginnt eine neue Phase der Evolution

Manifeste zur Künstlichen Intelligenz

Eine (positive) Zukunfts-Vision, wie Menschen und Künstliche Intelligenz (AGI) die Welt sehen, nach erfolgreicher Transformation zur „Ko-Evolution“ von Mensch und AGI

Angepasster Brutraum – Imkerei

Stell dir vor, du hättest eine Wohnung, die sich automatisch an deine Stimmung, deinen Appetit und dein Arbeitspensum anpasst — nur dass die Bewohner in diesem Fall Königin, Arbeiterinnen und Drohnen sind.

Honig

Honig ist mehr als nur ein Brotaufstrich: er ist das flüssige Ergebnis Milliardenfacher Teamarbeit, ein haltbares Nahrungsmittel, ein Handwerksprodukt des Imkers, ein seit Urzeiten geschätztes Heilmittel und eine kulinarische Verführung.

Lepra in Kenia

Lepra zählt zu den ältesten bekannten Krankheiten der Menschheit. Obwohl sie heute gut behandelbar ist, leiden viele Betroffene weiterhin unter den Folgen – nicht nur gesundheitlich, sondern vor allem sozial.
Aber es gibt Hilfsmöglichkeiten.

Zinkblech-Garten (Projektvorstellung)

Was hier wächst, ist mehr als Grün. Es ist Beteiligung, Bildung und Identifikation. Der Zinkblech-Garten verwandelt Orte, an denen man sonst nur vorbeigeht, in Orte, an denen man ankommt.

Zinkblech-Garten

Wo eben noch Stein, Beton und Eile dominierten, wächst heute Leben. Pflanzen breiten ihre Blätter aus, Blüten setzen Farbakzente, Insekten summen zwischen Kräutern und Gräsern. Sie befinden sich mitten im Zinkblech-Garten

Lebenswerte Plattenbausiedlung

Der „Yorckgebietsrundweg“ in Chemnitz dient als Grundlage für die Zukunftsvision für „Lebenswerte Plattenbausiedlungen“. Was ist nötig, das „Plattenbau-Siedlungen“ als lebenswerter empfunden werden, als z.B. Einfamilienhaus-Siedlungen?

Woke, nicht VUCA

Stellt Euch vor, es ist Weltuntergang – und keiner stirbt. Stattdessen wird geinstagramt. Wir stehen im 21. Jahrhundert. Nicht die Welt ist kompliziert geworden. Wir sind es.

Make Love not War

Was wäre, wenn wir Konflikte nicht zuerst mit Dominanz, Drohung und Abschottung lösen – sondern mit Nähe, Vertrauen und Lust am Miteinander?

Das richtige Thema für Heiligabend.
Frohe Weihnachten.

An jedem der „SOL-Lernpfade“ befindet sich ganz unten das „Info-Schildchen“ mit dem QR-Code. Einfach Ausdrucken und für Eure „Objekte“ nutzen, wo es passt, z.B. am „Apfelbaum“, oder an Eurer „Indy“ ;-).