Warum SOL nutzen?

Smartes Objektbasiertes Lernen (SOL) in der Praxis

… verbindet reale Orte und Objekte mit digitalen Inhalten und macht Wissen genau dort zugänglich, wo die Realität erlebt wird.
Über QR-Code-Schildchen erhalten alle Interessierten mit ihrem Smartphone direkten Zugang zu Texten, Bildern, Audio- und Videoinhalten – ohne App-Installation und ohne Registrierung.

So entstehen digitale Lern-, Informations- und Erlebnisorte, die Kultur, Geschichte, Natur, Bildung, Tourismusthemen uva. zeitgemäß vermitteln. Realität und digitales Wissen werden so zu einer Einheit.

Die QR-Codes bleiben dauerhaft gültig. Werden Inhalte ergänzt oder überarbeitet, müssen weder Schilder ausgetauscht noch neue QR-Codes erstellt werden. Das reduziert Verwaltungsaufwand und spart langfristig Zeit und Kosten.

Warum keine eigene Website nutzen?

Viele Projekte bauen eigene Webseiten auf oder nutzen eigene vorhandene individuelle Websites.  Das hat einige bedeutende Nachteile für die Nachhaltigkeit:

  • Erstellung und Betrieb: Viele Websites, besonders geförderte „Projektwebsites“, werden nach einigen Jahren nicht mehr gepflegt werden oder ganz eingestellt.  Das wertvolle Wissen geht verloren oder verliert an Sichtbarkeit und Aktualität.
    SOL setzt auf eine gemeinsame und langfristig verfügbare Plattform. Dadurch bleiben Inhalte dauerhaft erreichbar und können jederzeit aktualisiert, erweitert und weiterentwickelt werden, auch wenn z.B. ein Förderprojekt „gestorben“ ist, oder die Finanzierung z.B. durch eine Kommune gestrichen wird.
  • Wettbewerbs-Konstellationen„: Informationen auf einer individuellen Website, z.B. einer Kommune (auch Museum, Tierparks usw.) werden von einer andern Kommune nicht ohne weiteres 1:1 mitgenutzt. Ein Infoschild zum „Apfelbaum“ in Hamburg wird wahrscheinlich nicht auf die Website der Stadt Chemnitz verweisen können. Eine neutrale Plattform (ähnlich der Wikipedia) ist dagegen gemeinsam nutzbar, für eine gemeinsame Nutzung des Info-Schilchens zum „Apfelbaum“ durch München und Chemnitz.
  • Wiederverwendung und Nachnutzung: Tolle freie Informationen zu einzelnen Themen werden auf einer von vielen individuellen Websites viel schlechter zur Wiederverwendung und gemeinsamen Nutzung gefunden, als auf einer zentralen Plattform (z.B. „wikipedia.org“ oder „open-academy.com“)
  • Sicherheit: QR-Codes sind anfällig für „Hacker-Angriffe“ und benötigen besonders Vertrauen seitens der Nutzer. Dazu müssen die Nutzer die Website möglichst genau kennen und dieser vertrauen. Links zu „wikipedia.org“ oder „open-academy.com“ sind deshalb als zentrale Plattformen vertrauenswürdiger, als unbekanntere Domain, die z.B. nur lokal bekannt sind (z.B. „chemnitz.de“)
  • Kosten/Aufwand: Die gemeinsame Nutzung und Pflege von Informationen verusacht viel geringere Aufwände, als immer eigene individuelle Informationsschilder zu erstellen und zu pflegen (Beispiel: „Apfelbaum“ oder „Honig„).

SOL-Portal Vorteile

Durch die zentrale Plattform profitieren alle Beteiligten von einer höheren Reichweite. So entsteht ein wachsendes Netzwerk digitaler Lern- und Erlebnisorte mit deutlich größerer Sichtbarkeit als viele voneinander getrennte Projektwebsites.

SOL basiert auf dem Prinzip des offenen Wissens. Alle Inhalte werden als Open Educational Resources (OER) unter der freien Lizenz CC BY 4.0  (oder CC0/PD) veröffentlicht. Bereits erstellte Inhalte können dadurch vielfach genutzt, in neue Projekte eingebunden und von Kommunen, Bildungseinrichtungen, Museen, Vereinen oder engagierten Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam weiterentwickelt werden.

Einmal erstelltes Wissen bleibt erhalten, nutzbar und ausbaufähig. Statt immer neue Einzelprojekte und Webseiten aufzubauen, entsteht eine vertrauenswürdige, nachhaltige digitale Wissensinfrastruktur. In der Praxis kennen wir das bereits in ähnlicher Form durch die Wikipedia.

QR-Codes, die auf „open-academy.com“ verweisen, kann vertraut werden. Ein Blick auf den Link nach dem scannen des QR-Codes reicht für diese Absicherung.

Warum SOL und nicht Wikipedia?

Ja, SOL und Wikipedia haben sehr viel Ähnlichkeit, aber einige sehr wesentliche Unterschiede:

  • Wikipedia enthält Wissen zu „Begriffen“ (Lexikon). SOL enthält Wissen zu „Objekten“. Klingt theoretisch, ist aber relevant: Die Wikipedia kann nur einmal „Honig“ enthalten. SOL kann „Honig“ aus mehreren Perspektiven, unterschiedlich vom „Objekt“ abbilden. „Honig“ für den Endverbraucher (z.B. auf einem Honigglas) enhält optimalerweise andere Informationen, als für Imker (z.B. zur Honiggewinnung und deren rechtliche Grundlagen) oder für Wissenschaftler (z.B. Forschung und chemische Details).
  • In der Wikipedia kann immer die gesamte Community ein Wissenthema bearbeiten und ändern. Es ist nicht möglich, dass z.B. eine Kommune oder ein Museum die „Hoheit“ über die Information zu einem „Objekt“ (z.B. in ihrem Museum) behält. In „SOL“ behält standardmäßig erst einmal die ursprüngliche „Erstellerin“ (z.B. das Museum) die Hoheit über den Inhalt zu einem „Objekt“. Optional kann durch diese die gemeinsame, gleichberechtigte Pflege und Weiterentwicklung des Wissens zu diesem „Objekt“ an die Community „freigegeben“ werden. Kommunen, Museen, Tierparks u.a. können dadurch sicher sein, welches Wissen gerade zu ihren „Objekten“ angezeigt wird.
  • Die Wikipedia gestattet sehr viele unterschiedliche „freie“ Lizenzen, die teilweise deutliche Beschränkungen in der Wiederverwendung und Mitnutzung enthalten. Bei der Wiederverwendung und Mitnutzung muss man deshalb viel mehr beachten und es gibt viel mehr „Fallstricke“ als bei SOL. SOL konzentriert sich ausschließlich auf die Lizenzen „CC-BY“ (Nennung der Autoren) und „CC0/PD“ (Public Domain, komplett frei). Somit können die SOL Inhalte wirklich „frei“ genutzt und kombiniert werden, auch mit kommerziellem Bezug oder im Unternehmenskontext kombiniert mit vertraulichem Wissen einer Organisation.
  • SOL Wissen muss nicht „Konsens“ sein. SOL Wissen ist primär an konkrete „Objekte“ gekoppelt. Ein „Koran“ in einer Moschee muss nicht mit der gleichen „Koran“-Information verbunden sein, wie ein „Koran“ im Ethikunterricht, da es in SOL mehrere unterschiedliche Infoschilder zum gleichen Thema geben kann. Es muss also keine „global verbindliche“ Information zum „Koran“ abgestimmt werden. Hier gestattet SOL mehr „Wissensvielfalt“, mehr Diskurs und mehr Meinungsfreiheit, als das in der Wikipedia konzeptbedingt möglich ist.