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Intel Pentium II Prozessor (1997)

Mehr Leistung durch Architektur

Autor: Uwe-Jens Müller (mit KI-Unterstützung, ChatGPT)

Der Intel Pentium II wurde im Jahr 1997 vorgestellt und markierte einen wichtigen Entwicklungsschritt in der Geschichte der Mikroprozessoren. Er entstand in einer Zeit, in der Personal Computer zunehmend leistungsfähiger und für neue Anwendungsbereiche genutzt wurden.

Die Intel Bunny People waren die Werbefiguren für die Markteinführung des Pentium II Prozessors:

Intel Bunny 1997 (Reseller Version)

Mit dem Pentium II führte Intel erstmals die sogenannte P6-Architektur in den Massenmarkt ein. Diese Architektur erlaubte eine effizientere Verarbeitung von Befehlen durch Techniken wie Out-of-Order-Execution. Im Vergleich zu seinen Vorgängern konnte der Prozessor dadurch deutlich mehr Rechenleistung pro Takt erzielen.

Desktop-Modell Klamath (A80522)

Eine technische Besonderheit war das Slot-1-Modul, das den klassischen Sockel vorübergehend ersetzte. Der Prozessor wurde dabei zusammen mit dem L2-Cache auf einer Trägerplatine untergebracht. Dies erleichterte die Herstellung schneller Cache-Speicher in den späten 1990er-Jahren.

Pentium II 400 Slot 1 (CCO)

Der Pentium II unterstützte zudem die MMX-Technologie zur Beschleunigung von Multimedia-Anwendungen. Damit reagierte Intel auf den wachsenden Bedarf an Grafik-, Audio- und Videoberechnungen. Zur Zeit seiner Einführung eignete sich der Prozessor sowohl für Büroanwendungen als auch für Spiele.
Er trug maßgeblich dazu bei, Windows-basierte Systeme leistungsfähig und verbreitet zu machen.

Charakteristisches SECC-Gehäuse (Single Edge Contact Cartridge) – inklusive Sichtfenster auf den Prozessor-Die

Historisch steht der Pentium II an der Schwelle zwischen frühen PCs und modernen Prozessorarchitekturen. Viele seiner Konzepte wurden in späteren Prozessoren weiterentwickelt. Damit nimmt der Pentium II einen sehr wichtigen Platz in der technischen Entwicklung der Computertechnik ein.

Grundlegende Identifikation:
Bezeichnung: Intel Pentium II
Hersteller: Intel
Einführungsjahr: 1997
Prozessorgeneration: Nachfolger des Pentium (P5), basierend auf der P6-Architektur
Zielgruppe: Desktop-PCs und Workstations
Besonderheit: Einführung des Slot-1-Moduls statt klassischem Sockel

Technische Kenndaten:
Architektur: P6
Wortbreite: 32 Bit
Taktfrequenz: ca. 233–450 MHz
Anzahl Kerne: 1
L1-Cache: 16 KB Daten, 16 KB Instruktionen
L2-Cache: 512 KB, extern auf dem Modul, halbe CPU-Taktfrequenz
Befehlssatz: x86 + MMX
Fertigung: ca. 350 nm → später 250 nm
Slot: Slot 1
Leistungsaufnahme: ca. 30–40 W

Architektur und Funktionsweise:
Out-of-Order Execution (Befehle werden nicht strikt der Reihenfolge nach abgearbeitet)
Pipeline-Architektur zur Leistungssteigerung
Getrennter L2-Cache: Nicht im Chip integriert,
Befindet sich auf der Platine im Modul
MMX-Technologie zur Beschleunigung von Multimedia-Anwendungen

Leistungsfähigkeit und Einsatz:
Typische Einsatzgebiete (Ende der 1990er):
Windows 95 / 98 / NT
Office-Anwendungen
Erste 3D-Spiele
Bild- und Videobearbeitung (grundlegend)

Vergleich:
Deutlich schneller als Pentium I
Schneller als Basis-Vorgänger Pentium Pro
Langsamer als Pentium III (integrierter L2-Cache)

Stärken:
Gute Ganzzahl-Leistung
Moderne Architektur für seine Zeit

Schwächen:
Externer L2-Cache bremst Speicherzugriffe
Große Bauform

Historische und technologische Bedeutung:
Übergang zu modernen CPU-Architekturen
Einführung des Modulkonzepts im Consumer-Bereich
Grundlage für spätere Prozessoren wie Pentium III und Xeon
Markierte den Beginn leistungsfähiger Multimedia-PCs

Der Pentium II war ein Meilenstein auf dem Weg zu heutigen Mehrkern-CPUs.